Uns erwarteten selektive Prüfungen und hohe Temperaturen, die mein DS3 beim Recce bestens meisterte. Die Nennliste machte dabei Lust auf mehr – unmittelbar umgeben von Max Reiter, Nico Knacker und gar den WRC-erprobten Grégoire Munster.

Am Rallyetag machte ich mir dann weniger Sorgen um die Fahrzeugumstellung als um eine unschöne Magenverstimmung. Die Hausapotheke machte sich glücklicherweise noch auf dem Weg zu WP1 positiv bemerkbar. Eine Akklimatisierung an Mensch und Maschine war erfreulicherweise gar nicht nötig: Ab Kurve 1 fühlte sich alles super harmonisch an. Obwohl wir es noch eher ruhig angingen, lagen wir bereits auf Gesamtrang 13 und nur 2,0 Sekunden hinter der Klassenführung. Damit hatten wir nicht gerechnet – der Klassensieg schien durchaus realistisch!

Ein Anruf von Patrick Fank riss uns auf dem Weg zu WP2 aber schnell aus den Gedanken: Unser zweiter Evo mit Helmut Beckmann und Michael Wagner hatte sich auf WP1 überschlagen. Glücklicherweise ging es beiden gut, weshalb wir die Rallye fortsetzten.

Auf der Verbindungsetappe sah Michael im Rückspiegel plötzlich Qualm, der aber schnell wieder verflog. Im Vorstart zu WP2 kehrte er dann deutlich vehementer zurück. Wir überlegten noch, ob wir überhaupt starten sollten, doch der Starter nahm uns die Entscheidung ab und zählte runter. In der ersten Schikane verloren wir dann den ersten Gang. Wenige Kurven später war es dann ganz vorbei – uns war das Getriebegehäuse explodiert.

Später drückten wir gemeinsam Patrick und seinem Co Jens-Erik Brack die Daumen. Die beiden durften sich bei der Heimrallye noch über Platz 6 in der Klasse freuen.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft und das wirklich sehr schöne, wenn auch verkürzte Rallyewochenende!

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